Portfolio Monique Feodora Thenko

View Portfolio Monique Feodora Thenko flipbook.

Monique Feodora Thenko Portfolio / ausgewählte Werke 2026

Lebenslauf Arbeitserfahrung Studentische Hilfskraft, Berliner Hochschule für Technik / Fachbereich Architektur, Labor für Tragwerke und Konstruktion Werkstudentin, HENN GmbH / Communications und Projektdokumentation Werkstudentin, Eisele+Staniek architekten / Wohnungsbau und Kindertagesstätte (Leistungsphase 1-8 HOAI) sowie Akquiseprojekte und Wettbewerbe Praktikum, Eisele+Staniek architekten / Wohnungsbau (Leistungsphase 5 HOAI) Vorpraktikum, Schreinerei Luther / Unterstützung in der Werkstatt und auf Montage Baustellenpraktikum, PT Wira Nata Mulia / Vorpraktikum Ausbildung Master of Science Architektur, Berliner Hochschule für Technik / aktuelle Durchschnittsnote 1,2 Bachelor of Engineering Architektur, Hochschule Darmstadt / Abschlussnote 1,1 Studienkolleg, Hochschule Kaiserslautern / Feststellungsprüfung (vgl. Abitur) Oberschule SMAK Penabur Kota Wisata, Jakarta / Fachrichtung Naturwissenschaften Softwares Vectorworks / tägliche Anwendung Adobe CC / tägliche Anwendung Microsoft Office / tägliche Anwendung Rhino und V-Ray / Basiskenntnisse Revit / Basiskenntnisse ArchiCAD / Basiskentnisse Sprachen Indonesisch / Muttersprache Englisch / C1, verhandlungssicher Deutsch / verhandlungssicher / 05.2026 - jetzt / 10. 2024 - jetzt / 11. 2022 - 10. 2023 / 08. 2022 - 11. 2022 / 10. 2020 / 05. 2018 - 06. 2018 / 10. 2024 - jetzt / 10. 2019 - 07. 2023 / 05. 2019 - 11. 2019 / 07. 2015 - 07. 2018 Monique Feodora Thenko 12. 01. 2001 +491729152378 quethenko12@gmail.com Nordbahnstraße 14 13359 Berlin

DOCK Schauarchiv Kulturkreis Kampischer Hof Handel im Wandel Wippdrechslerei 4 10 16 22 27

4 DOCK Transformation des sozialen Wohnens am Hafenplatz Entwurf | 4. Semester Master | Sommer ‘26 Der Hafenplatz in Berlin-Kreuzberg ist ein Ort mit einer vielschichtigen Geschichte und einer seit Langem diskutierten städtebaulichen Entwicklung. Ursprünglich war der Standort durch seine Nähe zum Landwehrkanal und seine ehemalige Hafenfunktion geprägt. Der historische Schöneberger Hafen entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, verlor jedoch im Laufe der Zeit seine Bedeutung und wurde später aufgegeben und baulich überformt. Heute befindet sich dort das markante Hafenplatz- Ensemble mit rund 720 Wohnungen, das eine wichtige soziale Wohnfunktion erfüllt. Der Gebäudekomplex wird von baulichen, sozialen und organisatorischen Herausforderungen geprägt. Der Entwurf versteht den Bestand daher nicht als abzureißendes Problem, sondern als Ressource, die weiterentwickelt werden kann. Durch Umbau, Ergänzung und Aufstockung wird die bestehende Wohnstruktur erhalten und an heutige Anforderungen angepasst. In Zusammenarbeit mit Denitsa Drumeva Modell 1:1000

5790299515299102638 02 956Dachgärten für alle Bewohner*innen. Sie ergänzen die Freiräume im Erdgeschoss und tragen zur Begrünung des Quartiers bei. Der Platz mit Kunstmarkt und Nachbarschaftscafé bildet die neue Adresse des Hafenplatzes beim Ankommen von der U-Bahn. Er öffnet sich zur Stadt und steht einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Außenliegende Laubengänge verlaufen durch das Gebäude und verbinden die einzelnen Baukörper miteinander. Sie dienen zugleich als Erschließung und als gemeinschaftlicher Begegnungsraum. Retentionsfläche, Spielplatz, Grillfläche und Gemeinschaftsgärten verteilen sich über das Areal. Dadurch entstehen Freiräume mit öffentlicher, halböffentlicher und gemeinschaftlicher Nutzung. Der Hafenplatz liegt in der Nähe des Mendelssohn- Bartholdy-Parks und kann dessen Grünraum auf natürliche Weise weiterführen. Eine neue Shared- Space in der Hafenplatz Straße verstärkt diese Verbindung zusätzlich. An der südlichen Fassade der Seebrücke werden Wintergärten ergänzt. Sie erweitern den Bestand räumlich und wirken als klimatische Pufferzone. Die bestehenden Treppenhäuser bleiben er- halten und werden durch außenliegende Lau- bengänge ergänzt. Diese verbinden die einzel- nen Baukörper miteinander und schaffen eine zusätzliche Erschließungsebene. Im mittleren Riegel verlaufen die Laubengänge auf jedem Geschoss, während sie in den übrigen Bau- körpern nur jedes dritte Geschoss erschließen. Dadurch entsteht ein differenziertes Erschlie- ßungssystem. Der Entwurf versteht den ehemaligen Hafen nicht nur als historischen Bezug, sondern als räumliches Leitmotiv. Wie Schiffe an einem Kai andocken, werden diese über gemeinschaftli- che Laubengänge miteinander verbunden. Der Hafen wird dabei als Ort des Ankommens und Austauschs neu interpretiert.Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version In Anlehnung an eine Seebrücke werden die einzelnen Wohnschiffe an einen zentralen Kai angebunden und über Stege beziehungsweise Laubengänge miteinander verknüpft werden. Das mittlere, vertikal ausgerichtete Schiff bildet dabei einen durchlässigen Verbindungskörper mit großzügigen Fassadenöffnungen, während die angrenzenden Wohnschiffe bewusst massiver erscheinen. Stadtlandschaft

6Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version4567891023500195010 0  89571104 40 0Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version4567891023500195010 0  89571104 40 04567859110230511100222Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version A A BB Grundriss 2. OG 1:200 Schnitt A-A 1:200 Ansicht Nordwest 1:200

7Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version45678691502380 Bestand Umbau WOHNUNGSTYP AA AM LAUBENGANG 4-Zimmer-Maisonettewohnung 100 m2 WOHNUNGSTYP B AM LAUBENGANG 1-Zimmer-Maisonettewohnung 26 m2Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version678691502380 Bestand Umbau WOHNUNGSTYP AA AM LAUBENGANG 4-Zimmer-Maisonettewohnung 100 m2 WOHNUNGSTYP B AM LAUBENGANG 1-Zimmer-Maisonettewohnung 26 m2Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version4566789810 Bestand WOHNUNGSTYP C AM MITTELFLUR 6-Zimmer-Clusterwohnung 130 m2 Umbau 01Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version4566789810 Umbau 02 WOHNUNGSTYP DD - AM GEMEINSCHAFTSBEREICH 2-Zimmer-Wohnung 40 m2 WOHNUNGSTYP E - DURCHGESTECKT 3-Zimmer-Familienwohnung 90 m2 Schlafzimmer WohnzimmerVectorworks Educational Version Balkonfläche / ErkerVectorworks Educational VersionFlur und Gemeinschaftsfläche Ein zentrales Ziel des Entwurfs ist es, die Funktion des sozialen Wohnens langfristig zu sichern und gleichzeitig die Wohnqualität und soziale Durchmischung zu verbessern. Neben Familienwohnungen ergänzen Clusterwohnungen, Studierenden-Wohngemeinschaften sowie Künstler*innenateliers das Angebot. Zwischen den Wohnungen entstehen gemeinschaftlich nutzbare Bereiche, die als kleine Nachbarschaften organisiert sind. Gemeinschaftsküchen, Aufenthaltsräume sowie Wasch- und Trockenräume fördern alltägliche Begegnungen und erleichtern gegenseitige Unterstützung.Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionTTELFLUR Bestand WOHNUNGSTYP C AM MITTELFLUR 6-Zimmer-Clusterwohnung 130 m2Umbau 01Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionTELFLUR Umbau 02 WOHNUNGSTYP DD - AM GEMEINSCHAFTSBEREICH 2-Zimmer-Wohnung 40 m2 WOHNUNGSTYP E - DURCHGESTECKT 3-Zimmer-Familienwohnung 90 m2 Schlafzimmer WohnzimmerVectorworks Educational Version Balkonfläche / ErkerVectorworks Educational VersionFlur und Gemeinschaftsfläche Bestand WOHNUNGSTYP A 6-Zimmer-Clusterwohnung 130 m2 WOHNUNGSTYP B 2-Zimmer-Wohnung 40 m2 WOHNUNGSTYP D 4-Zimmer-Maisonettewohnung 100 m2 WOHNUNGSTYP E 1-Zimmer-Maisonettewohnung 26 m2 WOHNUNGSTYP C 3-Zimmer-Familienwohnung 90 m2 1. Intervention bei Mittelflur 2. Intervention bei seitlichem Flur Bestand Umbau 01 Umbau Umbau 02

8Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version456785911029396090986188960930 986    90968938056010 385691996890  3090695960  17690299393296980530199609096 188960  10    83930 910  90 • 9•590 9318960 560 93   18960•5190969069590•58•56   90695960•3793096960109890•93885691996890560   1960 • 5190 9690 89390 4593• 690 • 2960 - 6 6960560€5‚9635009390930ƒ1•930530   390•5•8•1903•51909908•9609090„•59030   3978930 ƒ 669696831560 560 93…960  19•980   90 43898099693090€5‚9635   90   6893•38960 93•6•960  960 9860  10 3•5190 • 329893560  60  930    1960       90 560   9369960 • 5190   90  567860 96930 718960 4593• 690 ƒ  90  989960  50 • 290 † 696‡0   90  60  960 92693ˆ66960   659110989593802939607…6696053023096909  9390„9519356060•390560‰8060960656960 93…18Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version BALKON ERKER WINTERGARTENVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version4567 869160623627   6620967  63627 527 3567   067 6  6516172371065907 5173675667682362727 317  2270667••7867•6   5626275273627•2 3627 207  8627 527 397 • 68367 6651617  63627 4307   22627 3567 35617  262•623627 • 665290•98665067  2375235617073567•022627601763627•67 •  • 79165175 7662097207862723762165017867 - 226275 786627€66507207‚62 ƒ    5275107•16 „  7367•239173697 621•69786…236179507 86651973567† 7•16‡ ˆ 76527‰ Š  65 6215687 367  ‹ 7   7 † 66299621•27 527 Œ  02951 1631527 ‰   2•6237 3•7 956017 367 ‰ 21 77 •  99661621529Ž0627    ˆ 7 3567 † 6629967   260 627237965062  67Œ16 4567€62273697„69753763501617237307 862167•6836306762•1 WINDTURMVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version Helpful Nature Cooling with Water Cooling with Wind Buffer ZonesLayers of FacadeVectorworks Educational Version4567 869160623627   6620967  63627 527 3567   067 6  6516172371065907 5173675667682362727 317  2270667••7867•6   5626275273627•2 3627 207  8627 527 397 • 68367 6651617  63627 4307   22627 3567 35617  262•623627 • 665290•98665067  2375235617073567•022627601763627•67 •  • 79165175 7662097207862723762165017867 - 226275 786627€66507207‚62 WINDTURMVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version Helpful Nature Cooling with Water Cooling with Wind Buffer ZonesLayers of Facade Ein weiterer Aspekt ist die klimatische Optimierung der Fassade: Erker, Bal- kone, Wintergärten und Windtürme schaffen Verschattung, Pufferzonen und natürliche Belüftung. Die Elemente greifen die Farbpalette des Bestands auf und schaffen durch ihre unterschiedliche Farbgebung Orientierung und Identifikation – die Bewohner*innen können ihre Wohnung beispielsweise über den roten Balkon oder den blauen Erker wiedererkennen.Vectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionPunktuell werden die Waschbetonplatten der Bestandsfas- sade demontiert und als Brüstungselemente für die neuen Balkone wiederverwendet. Dadurch bleiben die Fassaden- platten als sichtbarer Teil des Gebäudes erhalten und er- halten zugleich eine neue Nutzung. Die neuen Erker dienen als feste Verschattungselemente und bilden zugleich eine thermische Pufferzone zwischen In- nen- und Außenraum im Bereich der Schlafzimmer. Durch ihre zusätzliche räumliche Tiefe schützen sie die Räume vor direkter Sonneneinstrahlung und erhöhen gleichzeitig die Privatheit gegenüber dem Außenraum.Vectorworks Educational Version BALKON ERKERVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionPunktuell werden die Waschbetonplatten der Bestandsfas- sade demontiert und als Brüstungselemente für die neuen Balkone wiederverwendet. Dadurch bleiben die Fassaden- platten als sichtbarer Teil des Gebäudes erhalten und er- halten zugleich eine neue Nutzung. Die neuen Erker dienen als feste Verschattungselemente und bilden zugleich eine thermische Pufferzone zwischen In- nen- und Außenraum im Bereich der Schlafzimmer. Durch ihre zusätzliche räumliche Tiefe schützen sie die Räume vor direkter Sonneneinstrahlung und erhöhen gleichzeitig die Privatheit gegenüber dem Außenraum. Die Wintergärten ergänzen den Bestand als räumliche Erweiterung an der südlichen Fassade und übernehmen zugleich die Funktion einer klimatischen Pufferzone. Sie bestehen aus zwei Zonen, die von den Bewohner*innen manuell gesteuert werden können. Dadurch wird eine bes- sere Regulierung von Wär

9 Vertiefungsmodell Künstleratelier 1:50 Innere Nachbarschaft

10 Schauarchiv Entwurf, Neubau | 3. Semester Master | Winter ‘25/26 Der Alexanderplatz ist ein Ort, der immer wieder neu entstanden ist. Kaum ein Platz in Berlin wurde so oft verändert, zerstört und umge- baut. Seine Geschichte ist bis heute im Stadtraum spürbar: in den großen Maßstäben, in den Bruchstellen und in den unterschiedli- chen Architekturen, die hier aufeinandertreffen. Das Grundstück liegt in diesem vielschichtigen Umfeld zwischen Vergangenheit und Geg- enwart. Der Entwurf reagiert darauf mit einer zurückhaltenden Haltung. Er ordnet sich in Maßstab und Höhe den bestehenden Bauten unter, zeigt aber dennoch Präsenz als öffentlicher Bau. Ein neu gestalteter Platz vor dem Gebäude belebt den Ort und schafft einen Raum für Begegnung und gemeinsames Erleben. Architekturgeschichte wird nicht als abgeschlossene Sammlung verstanden, sondern als gemeins- ames kulturelles Gedächtnis, das durch unterschiedliche Perspektiven entsteht, geteilt und fortgeschrieben wird. Das Haus bringt daher ver- schiedene Akteure und Formen der Nutzung zusammen: Archiv und Öffentlichkeit, Bewahren und Weiterdenken, Arbeiten und Ausstellen. In Zusammenarbeit mit Fumika NagaiLageplanFumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master Architektur Lageplan 1:500 Bernhard-Weiß-Straße Otto-Braun-Straße Alexanderstraße

11 Fumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master Architektur Archiv Museum Kiosk Konferenz Leseraum + Workshop PersonalFumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master Architektur urbaner TreffpunktFumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master Architektur archiv-interne ErschließungFumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master Architektur öffentliche Erschließung Der Entwurf basiert auf zwei klar getrennten, aber miteinander verbundenen Wegen: einem internen für den Archivbetrieb und einem öffentlichen für Besucherinnen und Besucher. Beide Erschließungen sind nicht im Inneren verborgen, sondern als anged- ockte Türme an das Hochhaus gelegt. Die getrennten Wege werden so zu zwei sicht- baren Bewegungen, die sich um ein gemeinsames Haus organisieren. Die Zirkula- tion wird Teil der Fassade und macht die unterschiedlichen Prozesse des Hauses nach außen ablesbar. Im Erdgeschoss verdichtet sich das Haus zu einem urbanen Treffpunkt, der den Platz aktiviert und unterschiedliche Menschen zusammenbringt. Der Sockel wird zur ge- meinsamen Bühne, während die darüberliegenden Archivgeschosse das gesammelte Wissen der Stadt bewahren. Das offene, stützenfreie Galeriegeschoss bildet als Krone des Gebäudes in Anlehnung an das Neue Rathaus der Zukunft einen großzügigen Ausstellungsraum, der von einer umlaufenden Terrasse begleitet wird. So entsteht ein Übergang zwischen Innenraum und Stadtraum – auch im oberen Abschluss des Gebäudes. Das Archiv wird so als öffentlicher und zugänglicher Ort, an dem Vergan- genheit, Gegenwart und Zukunft miteinander in Beziehung treten.

12Fumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master ArchitekturErdgeschoss Konferenzsaal Foyer Shop Personal- EingangKiosk Garderobe Sicherheitsraum WC Info-Point Café BüroFumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master ArchitekturRegelgeschoss 01 Ausgabe Übergabe Sortierung Archivregale WC Lesesaal Werkstatt ArchivFumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master ArchitekturGalerie Büro WC Bar Dachterrasse Ausstellung Galeriegeschoss 1:200 Archivgeschoss 1:200 Erdgeschoss 1:200

13Fumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master ArchitekturAnsicht Südwest Ansicht Südwest 1:200 Modell 1:200

14Fumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master ArchitekturErdgeschossFumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master ArchitekturPersonalgeschossFumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master ArchitekturRegelgeschosseFumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master ArchitekturGalerie Fassadenschnitt 1:10 Erdgeschoss Bürogeschoss Archivgeschoss Galeriegeschoss

15Fumika Nagai | Monique Feodora Thenko FB IV BHT Master Architektur Pfahlgründung Fassadenbekleidung aus Aluminium-Wabenkernplatten Stahlkonstruktion für TonnengewölbeBSH-Fachwerkträger Brettsperrholzdecke Aussteifung durch Brettsperrholzwände Modell 1:200 Pfahlgründung BSH-Fachwerkträger Brettsperrholzdecke Aussteifung Stahlkonstruktion Tonnengewölbe Aluminium -Wabenkernplatten

Kulturkreis Kampischer Hof Entwurf, Bauen im Bestand | 1. Semester Master | Winter ‘24/2516 Die Hansestadt Stralsund mit ihren rund 60.000 Einwohner:innen befindet sich im Wandel. Trotz kontinuierlichen Wachstums und positiver Entwicklungstendenzen in Bereichen wie Tourismus, Wirtschaft und Stadtbild bleiben zentrale Herausforderungen bestehen – insbesondere bei den sogenannten „weichen“ Standortfaktoren. Dazu zählen Wohnraum, Bildungsangebote, Kinderbetreuung, Freizeitmöglichkeiten und kulturelle Infrastruktur. Vor allem junge Absolvent:innen und Fachkräfte verlassen die Stadt, weil sie attraktive Perspektiven und Orte für Begegnung und Teilhabe vermissen. Um diese Abwanderung zu bremsen und das städtische Leben für alle Generationen attraktiver zu gestalten, setzt Stralsund künftig verstärkt auf neue Impulse – wirtschaftlich, sozial und kulturell. Im Zentrum dieser Entwicklung steht das Konzept des „dritten Ortes“: ein konsumfreier Raum zwischen dem Privaten und dem Beruflichen, der soziale Interaktion, kreative Entfaltung und gemeinschaftliches Erleben ermöglicht. Ein solcher Ort soll am Kampischen Hof entstehen – einem bislang ungenutzten, denkmalgeschützten Lagerhaus am Knieperteich, entlang der historischen Stadtmauer. Ziel ist es, diesen besonderen Ort in einen offenen, lebendigen Treffpunkt zu verwandeln, der Stralsunder:innen aller Altersgruppen einlädt, sich zu begegnen, zu lernen, zu arbeiten und sich inspirieren zu lassen. Der respektvolle Umgang mit der historischen Bausubstanz steht im Zentrum des Entwurfs. Zwei massive Innenwände, die bislang die drei Flügel des Gebäudes voneinander trennten, werden entfernt. Dadurch entsteht ein neues räumliches Kontinuum, in dem der mittlere Barockflügel die beiden anderen Flügel miteinander verbindet. Eine neue Brücke im Eingangsbereich und eine außenliegende Treppenanlage am Knieperwall schaffen klare Zugänge und verbinden Ober- und Untergeschosse. Die ursprüngliche Struktur bleibt weitgehend erhalten, wird jedoch punktuell geöffnet: Decken werden entfernt, Träger freigelegt und neue Split-Level- Ebenen eingezogen, die die Vielfalt der Raumbezüge erhöhen. Im Südflügel entsteht eine Bibliothek nach dem Haus-in-Haus- Prinzip. Hinter einer neuen Cortenstahlfassade bleibt das alte Mauerwerk sichtbar und erlebbar. Eine zentrale Kaskadentreppe erschließt die oberen Geschosse und führt zu einer Sitztreppe im Bereich für Jugendliteratur. Das Dachgeschoss ist als Kinderbereich gestaltet. Tageslicht fällt durch ein neu eingefügtes Glasdachband bis in die unteren Ebenen und sorgt für helle, einladende Räume. In den angrenzenden Flügeln entstehen offene Räume für gemeinsames und individuelles Arbeiten: eine Textilwerkstatt, ein Fotostudio, eine offene Werkstatt. Ergänzt wird das Angebot durch ein Café, eine offene Küche und flexible Aufenthaltsbereiche. Neue Elemente aus Cortenstahl setzen einen modernen Akzent, kontrastieren bewusst mit dem Bestand, greifen dessen Farbigkeit jedoch auf. So entsteht mit dem neuen Kampischen Hof ein vielseitiger, inspirierender Ort: ein dritter Ort – offen, niederschwellig, gemeinschaftlich. Ein Raum, in dem Alt und Neu, Lernen und Austausch, Ruhe und Aktivität nebeneinander bestehen – ein „circle of inspiration“ für die Stadt. In Zusammenarbeit mit Minh-Phie Truong

17 Die Hansestadt Stralsund, Heimat von etwa 60.000 Einwohner:innen, verzeichnet ein kon- tinuierliches Wachstum und könnte in den kom- menden Jahrzehnten eine Bevölkerung von rund 70.000 erreichen. Dennoch stellen Defizite bei „weichen“ Standortfaktoren wie Wohnen, Bildung, Kinderbetreuung, Kultur und Freizeit- gestaltung eine Herausforderung dar, insbe- sondere in Form der Abwanderung junger Ab- solvent:innen. Um dem entgegenzuwirken, soll in den nächsten Jahren ein verstärkter Fokus auf die Entwicklung wirtschaftlicher und kul- tureller Angebote gelegt werden, um die Leb- ensqualität in der Stadt für junge Menschen zu steigern. Am Knieperteich, entlang der historischen Stadt- mauer, befindet sich der Kampische Hof – ein denkmalgeschütztes, ehemaliges Lagerhaus, das derzeit ungenutzt ist. Ziel des Projekts ist es, dieses Gebäude in einen lebendigen Treff- punkt für Stralsunder:innen aller Generationen zu verwandeln, der Raum für kulturelle Veran- staltungen, gemeinsame Aktivitäten und Wis- sensaustausch bietet. Um den Kampischen Hof einladend und zugänglich zu gestalten, wird die Eingangsmau- er verdoppelt, wodurch eine neue Verbindung zwischen dem Nord- und Südflügel entsteht. Die dreiflügelige Anlage wird durch die Brück- energänzung zu einem geschlossenen Ganzen. Auf der Rückseite am Knieperwall befindet sich eine außenliegende Treppenanlage, welche mit einem leichten Knick den Eingang im Un- tergeschoss in den großen Veranstaltungs- raum aufzeigt und ins Erdgeschoss hochführt. Die ursprüngliche Gebäudestruktur bleibt dabei weitgehend erhalten. Lediglich in ausgewählten Bereichen werden Decken entfernt und Träger freigelegt, um neue Split-Level-Ebenen zu schaffen, die sich an den Oberkanten der bish- erigen Decken orientieren. Der Südflügel beherbergt eine Bibliothek, die hinter einer neuen Cortenstahlfassade nach dem Haus-in-Haus-Prinzip umgesetzt wird. Das Prinzip ermöglicht, dass das bestehende Mauerwerk von innen sichtbar bleibt. Somit bleibt der bauhistorische Charakter der Be- standsfassade erhalten. Dieser Ansatz schafft eine Übergangszone, die innen und außen verbindet und in welcher Alt Neu trifft. Die al- ten Dachziegel über diesen Zwischenraum wird zum Teil durch Glasdachziegel ersetzt, welche eine besondere Lichtwirkung erzeugen. Eine zentrale Kaskadentreppe in der Bibliothek dient der vertikalen Haupterschließung und lädt Be- sucher:innen dazu ein, die oberen Geschosse zu erkunden. Diese Treppe führt zu einer Sitz- treppe im Bereich für Jugendliteratur und en- det im Dachgeschoss, das als Kinderbereich gestaltet wird. Durch das neue Lichtband im Dach fällt Tageslicht durch die Lufträume auf die ganzen Ebenen ein. Die zwei massiven Mauerwerkswände, die bish- er die drei Flügel voneinander trennen, werden entfernt, sodass der Barockflügel die beiden an- deren Flügel miteinander verbindet. Hier entste- hen Räume für individuelles und gemeinsames Lernen und Arbeiten, darunter eine Textil-Werk- statt, ein Fotostudio und eine offene Werkstatt. Weitere Treffpunkte wie ein Café und eine off- ene Küche laden zum Verweilen und Austausch ein. Die neuen Bauelemente aus schlankem Corten- stahl stehen im bewussten Kontrast zu dem massiven Mauerwerk des Bestands, wobei ihre Farbgebung harmonisch mit den Ziegeln korre- spondiert. Der Cortenstahl zieht sich durch die Laibungen großzügiger Verglasungen, die aus den bestehenden Öffnungen entwickelt werden, und unterstreicht die zurückgehaltenen und be- standsorientierten Eingriffe im Entwurf. Neue vertikale und horizontale Verbindungen schaffen einen Kreislauf im Gebäude, die es den Besucher:innen ermöglicht, das Haus in ei- nem kontinuierlichen Kreislauf zu erleben. Sie können dabei lernen, gestalten, sich inspirieren lassen und selbst andere inspirieren. Ein „circle of inspiration“ entsteht. kulturkreis kampischer hofVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version Lageplan_1: K N I E P E R T E I C H Bahnhof Vogelperspektive_aus der Mühlen Ansicht MühlenstrassM01a Bauen im Bestand_Denk.mal Gemeinschaft_MA_A_BHT_Wintersemester 2024/2025 Seungah Cha_Minh-Phie Truong_Monique Feodora Thenko | Florian Rietmann_Natascha Halbritter Altstadt Mühlenstraße Heilgeiststraße Knieperwall Am Kütertor M01a Bauen im Bestand_Wintersemester 2024/2025 Seungah Cha_Minh-Phie Truong_Monique Feodora Thenko Florian Rietmann_Natascha Halbritter AA BB C C DD EEVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version Endzustand Grundriss Untergeschoss_1:200 M01a Bauen im Bestand_Denk.mal Gemeinschaft_MA_A_BHT_Wintersemester 2024/2025 Seungah Cha_Minh-Phie Truong_Monique Feodora Thenko | Florian Rietmann_Natascha Halbritter Schnitt A-A_1:200 B C CVectorworks E Endzustand Neubau Brücke und Treppenanlage Kreislauf/Circle of inspiration Abriss Konzeptpiktogramme B CVectorworks E Endzustand Neubau Brücke und Treppenanlage Kreislauf/Circle of inspiration Abriss Konzeptpiktogramme Straßenansicht 1:200 Schnitt

18 nde omit Be- hafft ßen al- wird lche ine ient Be- sse itz- en- eich im auf ish- den an- ste- mes erk- tatt. off- sch ten- em ihre rre- die aus den, be- gen es n ei- Sie ren er hoftional VersionVectorworks Educational Version Lageplan K N I E P E R T E I C H Bahnhof Vogelperspektive_aus der Müh Altstadt Mühlenstraße Heilgeiststraße Knieperwall Am KütertorVectorworks Educational Version Lageplan 1:500 Ansicht Stadtmauer 1:100

19 _wc A A BB C C DD EEVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational VersionVectorworks Educational Version Grundriss Erdgeschoss 1:100 Axonometrie: Abriss, Neubau und Tragwerk

20 Ausschnittsmodell Bibliothek 1:25

21 Ausschnittsmodell Bibliothek 1:25

22 Handel im Wandel Back to Back-Stegreife, Gebäudetypologie und Konstruktion 2. Semester Master | Sommer ‘25 Im Rahmen einer konzeptionellen und experimentellen Semes- teraufgabe setzten wir uns mit der Frage auseinander, wie sich ein urbaner Zwischenraum neu denken lässt – jenseits klassischer Kon- sumlogiken. Das Grundstück, verortet am POP (Place of Participa- tion) am Kurfürstendamm in Berlin, wurde zur Projektionsfläche für architektonische Spekulationen. In zwei Stegreifen erforschten wir unterschiedliche Kombinationen von Typologien wie Han- del, Bibliothek, Museum, Hospitality oder Wellness – mit dem Ziel, einen Ort zu entwerfen, der nicht durch seine Funktionen bestim- mt ist, sondern durch das Erleben von Raum, Zeit und Beziehung. Dabei entstanden zwei Entwürfe mit grundverschiedenen Zugän- gen: „Contre-Temps“ untersucht Architektur als räumlich er- fahrbare Zeitstruktur, während „Regal, was wir wollen“ das Gebäude als begehbare Struktur begreift – eine flexible Ordnung, die Aneignung, Wandel und Durchmischung ermöglicht. Beide Projekte verfolgen das Ziel, Handel neu zu denken: nicht als ökono- mischen Ort, sondern als sozialen, kulturellen und narrativen Raum. In Zusammenarbeit mit Fumika Nagai und Teresa García Sanz 1 Contre-TempsKonzeptLicht Raumhöhe Bewegung „Contre-Temps“ versteht Architektur als ein nicht-lineares Erlebnis von Zeit. Der Entwurf hinterfragt die traditionelle Ordnung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Stattdessen existieren diese Zeitebenen gleichzeitig im Raum, überlagern sich, treten in Dialog. Die Besucher*innen bewegen sich über eine kontinuierlich aufstei- gende Rampe durch ein Gebäude, das in Spiralen organisiert ist – eine Architektur, die sich nicht entlang funktionaler Zonen, sondern entlang zeitlicher Atmosphären entfaltet. Der unterirdische Bereich – der Vergangenheit zugeordnet – beher- bergt ein Naturkundemuseum. Auf Straßenebene – dem Jetzt – liegt ein offenes, durchlässiges Forum mit alltäglichen Nutzungen. Im oberen Bereich manifestiert sich die Zukunft: helle, spekulative Räume, die eher Möglichkeitsräume als festgelegte Programme sind. Zeit ist hier nicht nur Thema, sondern Gestaltungsprinzip. Die Typologien sind nach psychologischen Raumparametern wie Licht, Offenheit, Dichte und Nähe angeordnet – nicht nach Funktion, son- dern nach Empfindung. „Contre-Temps“ schafft eine Architektur, die nicht fix ist, sondern sich im Gehen, Sehen und Erleben permanent verändert. Es entsteht ein Raum, in dem Erinnerung, Präsenz und Imagination nicht getrennt, sondern miteinander verwoben sind. Ein Gebäude wie ein Zeitkörp- er – offen für Interpretation, für Begegnung und für Veränderung. Konzeptdiagramm: Überlagerung von Timespaces

23 1 7 3 4 8 9 5 6 2 Schnitt Grundrisse 5. OG4. OG3. OG2. OG1. OGEGUG N temps Präsentation Stegreif I Gebäudetypologie und Konstruktion BHT IV Architektur SoSe 2025 time spaces. The past lies underground, housing a natural history museum. The present unfolds at street level as an open, accessi- ble indoor plaza with everyday uses. As one ascends, the building transitions into future-oriented spaces—lighter, more dynamic, more speculative. Time serves not only as a thematic thread but as a design principle, shaping transitions, lines of sight, and spatial sequences. Typolo- gies have been reinterpreted, analyzed, and transformed based on spatial-psychological parameters such as light, height, proximity, and unexpected encounters. A central ramp and a vertical spiral staircase connect five levels. Different temporalities become tangible, visible, and walkable. The architecture acts as a timeline you can walk through: a building that is not fixed in one moment, but constantly shifting between memo- ry, presence, and possibility. Contre-Temps becomes a framework for experiencing time as movement, relation, and transformation— where culture, community, and everyday life intertwine in a loop of continuous becoming. Fumika Nagai, Monique F. Thenko, Teresa García Sanz A spiral through time and space 1 3 4 5 2 Grundrisse 5. OG4. OG3. OG2. OG1. OGEGUG N contre- temps Präsentation Stegreif I Gebäudetypologie und Konstruktion BHT IV Architektur SoSe 2025 The project explores architecture as a non-linear experience of time. It questions the traditional order of past, present, and future. Instead, these temporalities coexist and overlap within a single building. Through a continuous upward spiral, visitors move through different time spaces. The past lies underground, housing a natural history museum. The present unfolds at street level as an open, accessi- ble indoor plaza with everyday uses. As one ascends, the building transitions into future-oriented spaces—lighter, more dynamic, more speculative. Time serves not only as a thematic thread but as a design principle, shaping transitions, lines of sight, and spatial sequences. Typolo- gies have been reinterpreted, analyzed, and transformed based on spatial-psychological parameters such as light, height, proximity, and openness. Rather than being grouped by function, spaces are positioned according to their temporal and spatial qualities—cre- ating meaningful connections between diverse uses and allowing them to interact and coexist in new ways. The result is an architec- ture that doesn’t function linearly, but unfolds in spirals, overlaps, and unexpected encounters. A central ramp and a vertical spiral staircase connect five levels. Different temporalities become tangible, visible, and walkable. The architecture acts as a timeline you can walk through: a building that is not fixed in one moment, but constantly shifting between memo- ry, presence, and possibility. Contre-Temps becomes a framework for experiencing time as movement, relation, and transformation— where culture, community, and everyday life intertwine in a loop of continuous becoming.A spiral through time and space Der Weg beginnt im Untergeschoss, wo das Naturkundemuseum ver- borgen liegt – über Blickbeziehungen und akustische Durchlässigkeit bleibt es mit dem Erdgeschoss verbunden. Dort, auf Straßenniveau, en- tfaltet sich ein lebendiger Marktplatz mit Kioskständen, Stimmen und Licht – ein urbanes Jetzt, das chaotisch und einladend zugleich wirkt. Die Rampe führt schrittweise aufwärts: mit jeder Kurve öffnen sich neue Szenen. Zunächst erreicht man das Buchcafé – ein Ort der Ruhe, des Lesens, des Austauschs. Visuelle Bezüge zu anderen Ebenen schaffen Orientierung und machen Zeit spürbar. Schnitt 1:200 Grundrisse 1:500

2412 15 Katalog In der oberen Zone beginnt mit der Fahrradwerkstatt im Pavillon ein neuer Rhythmus – spiralförmig, dynamisch. Plattformen, die aus der Treppe wachsen, beherbergen Ateliers und Treffpunkte. Gegenüber wird im Kochstudio gekocht und gesprochen, während der Spa-Bereich mit Blumen, Ölen und Wasser neue Sinnesräume öffnet. Schließlich mündet die Bewegung in den Dachgarten: ein grüner, ruhiger Abschluss, wo Zeit stillzustehen scheint. Der Blumenladen, formal verwandt mit dem Fahrradpavillon, bringt alle Elemente zusammen – Natur, Stadt, Mensch, Bewegung. So entsteht eine vertikale Raumkomposition, in der sich die Nutzungen nicht nebeneinander, sondern zeitlich versetzt entfalten – als begehbare Choreografie von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Innere Platzsituation Modell 1:500

25 2 Regal, was wir wollen Der zweite Entwurf verfolgt einen konzeptuell-materialistischen Zugang. „Regal, was wir wollen“ denkt das Gebäude als begehbares Regal – eine offene, strukturierende Idee, die gleichzeitig Ordnung schafft und Vielfalt zulässt. Inspiriert vom Bild eines Bücherregals, in dem jedes Buch ein Kapitel ist, organisiert sich der Raum in Einheit- en, die unterschiedlich genutzt, kombiniert und transformiert werden können. Bibliothek, Handel und Hospitality sind hier nicht voneinander getrennte Zonen, sondern fließende, überlagernde Situationen. Eine Herberge kann auch Lesesaal sein, ein Marktstand Bühne, ein Rückzugsort Arbeitsraum. Das Gebäude wird zum urbanen Organis- mus – lesbar wie ein offener Katalog, veränderbar wie eine Sammlu- ng, die nie abgeschlossen ist. Die äußere und innere Struktur bilden ein offenes Stahlskelett, das sowohl Raster als auch Regal ist. Die Konstruktion ist roh, funktional und poetisch zugleich. Sie erlaubt Einschübe, Erweiterungen, temporäre Aneignungen. Die Architektur ist nicht als starres Objekt gedacht, sondern als System für Wandel – als Infrastruktur für das Unfertige, das Werdende. „Regal, was wir wollen“ versteht Typologien nicht als fixe Katego- rien, sondern als soziale Szenen. Es entsteht eine Architektur der Übergänge – flexibel, durchlässig, bereit sich immer wieder neu zu ordnen, wie das Leben selbst. Unse in de Büch nung itel: e Biblio sond temp Das P gram wird indivi Typo Typo Statt berge raum Gast hybri dene sond Einhe Das Die tr bilde zugle Das T Raum leicht sind erlau neu z FreirAnsicht 1:200 Perspektive Fumika Nagai, Monique F. Thenko, Teresa García Sanz Konzeptskizze Regalstruktur Konzeptschnitt 1:200

26 Modelle 1:50 Bücherei Kiosk Schlafmodul

27 Wippdrechslerei Entwerfen und Konstruieren mit Naturbaustoffen | 2. Semester Master | Sommer ‘25 Der Pavillon für die Wippdrechslerei im Museumsdorf Düppel orientiert sich an traditionellen Bau- weisen und verwendet natürliche Baumaterialien. Der rechteckige Baukörper gliedert sich in drei funktionale Bereiche: einen zentralen Lehmkern als Lagerraum für Werkzeuge und Materialien, eine vorgelagerte Plattform mit der Drechselbank sowie einen Pausenbereich für die Handwerker:innen. Die tragende Konstruktion besteht aus einer Holzzangenkonstruktion: Holzstützen im 1-Meter-Raster tragen die Quer- und Dachbalken, die kraftschlüssig mit Hartholzdübeln verbunden sind. Die Stüt- zen ruhen auf einem 35 cm hohen Sockel aus Naturstein. Auch der Sockel des Lehmkerns sowie die Gründung des gesamten Bauwerks bestehen aus Naturstein. Das Pultdach ist mit einer hinterlüfteten Ebene aus Lattung und einer dreilagigen Holzschindeldeckung ausgeführt. Die Dachsparren tragen Holzbohlen, die als Unterlage für die Lattung dienen. Die Plattform für die Drechselbank besteht aus Holzbohlen auf einer Unterkonstruktion aus Holz und Stein, die auf einer verdichteten Schüttung gegründet ist. Eine kleine Sitzbank am Lehmkern lädt Besucher:innen und Handwerker:innen zum Verweilen ein. Von der Wegseite aus können Besucher:innen dem Drechselvorgang auf der Plattform zusehen. Kletterpflanzen an den hinteren, schräg stehenden Stützen sollen langfristig einen schattigen Aufenthaltsbereich schaffen. In Zusammenarbeit mit Minh-Phie Truongnko | Minh-Phie Truong S Seitenansicht 1:50

28 echslerei M12a Experimentelles Entwerfen und Konstruieren | So F. Thenko | Minh-Phie Truong aufgabe | Wippdrechslerei M12a Experimentelles Entwerfen und Konstruieren | S Ansicht von Wegs Ansicht vom Weg aus 1:50 Grundriss 1:50

29 Monique F. Thenko | Minh-Phie Truong Entwurfsaufgabe | Wippdrechslerei M12a Experimentelles Entwerfen und Konstruieren | SoSe 2025 Detail Dach M 1:5 Monique F. Thenko | Minh-Phie Truong Entwurfsaufgabe | Wippdrechslerei M12a Experimentelles Entwerfen und Konstruieren | SoSe 2025 Detail Sockel M 1:5 Monique F. Thenko | Minh-Phie Truong Entwurfsaufgabe | Wippdrechslerei M12a Experimentelles Entwerfen und Konstruieren | SoSe 2025 Detail Dach M 1:5 Konstruktionsdetails: Traufe und Sockel 1:5