Silke Bachmann: Die Höhle des tanzenden Nacktmulls

Silke Bachmanns Bildband präsentiert ihre Malerei, die in dunkle, höhlenartige und bühnenhafte Räume einlädt. Die Werke sind von Traumlogik und surrealistischen Elementen geprägt. Die Künstlerin verwendet eine charakteristische Palette aus dunklen Rot- und Brauntönen sowie Inkarnatfarben. Ihre Bildräume wirken organisch und körperlich, oft auf antikem Bettleinen gemalt. Themen sind Schlaf,…

Der Bildband „Die Höhle des tanzenden Nacktmulls“ zeigt Werke der Malerin Silke Bachmann aus den Jahren 2019 bis 2025. Er richtet sich an Liebhaber zeitgenössischer surrealistischer Malerei und an alle, die sich für körperliche und traumhafte Bildwelten interessieren.

Ein einführender Text der Kunsthistorikerin Tanja Pol beschreibt Bachmanns charakteristische Bildräume. Sie betont die dunklen Rot- und Brauntöne, die bühnenhafte Anordnung und die organischen, körperlichen Assoziationen der Werke. Die Malerei erzeuge einen Sog in ein Universum weiblicher Wesen, Sylphiden und Urmütter.

Der Band dokumentiert Arbeiten auf verschiedenen Bildträgern, darunter antikes Bettleinen, Handtücher und handgeschöpftes Papier. Themen wie Schlaf, Traum und Verletzlichkeit werden durch die Wahl dieser intimen Textilien unterstrichen. Die Künstlerin malt unter anderem auf dekonstruierte Hemden und Nachthemden.

Motivisch taucht der Nacktmull wiederholt auf, ein unter der Erde lebendes Tier, das als hässlich gilt. Bachmann nutzt ihn als Gegenpol zu Schönheitsidealen und als Symbol für innere Werte. Die organischen Bildräume spiegeln Verletzlichkeit wider und laden zur Betrachtung ein.

Abgebildete Werke sind unter anderem „Wounded Fairy Tale“ (2024, 145 x 235 cm), „Erinnerungsrauschen“ (2023, 260 x 380 cm) und „Reflexion“ (2025, 160 x 200 cm). Die Formate reichen von kleinformatigen Tuschearbeiten bis zu großformatigen Panoramabildern auf Bettleinen.